Gerechte Gehälter

Gerard Endenburg hat ein Modell für ein gerechtes Gehaltssystem entwickelt, das leider nicht wirklich umgesetzt wurde.
Dazu gehörte ein leistungsunabhängiges Grundeinkommen für jeden Mitarbeiter sowie eine faire Beteilung am Erfolg des Unternehmens für die Mitarbeiter und Kapital-Geber. Dabei hat er versucht 100 Euro Arbeitsleistung mit 100 Euro Kapitaleinsatz gleichzusetzen.
Vgl. Endenburgs Gehaltsmodell in meinem Buch zur Soziokratie, S. 77-84

S3 hat ein eigenes Pattern zur Gehaltstransparenz, einem ersten Schritt zu gerechten Gehältern. Dabei ist die Transparenz eng verbunden mit einer neuen Regelung zu fairen Entlohnung. Das macht das Modell so schön praktisch und nachhaltig:

Die Gemeinwohl-Ökonomie beschreibt in ihrer GWÖ-Matrix ein ethisches Gehaltsmodell, bei dem die Gehaltsspreizung zwischen höchstem und niedrigsten Lohn nicht mehr als 1:10 sein darf. Vorbildlich ist je nach Unternehmensgröße eine Spreizung zwischen 1:3/5.
Die Gehälter sollen „living wages“ sein, d.h. ein gutes Leben vor Ort sicher stellen. Im Umgang mit den Lieferanten sollen genau auch diese „living wages“ gelten, so dass die Mitarbeiter in vorgelagerten Wertschöpfungsprozessen auch einen gerechten Lohn erhlaten.
Gewinne durfen nur an Mitarbeiter ausgeschüttet werden, also Menschen, die sich aktiv an der Wertschöpfung beteiligen. Eigentümer ohne Mitarbeit erhalten keine Gewinnausschüttung.
Ein weiterer Aspekt ist die Dauer der Arbeitszeit sowie die Entlohnung dafür. In Schweden gibt es schon Experimente, die Arbeitszeit auf 25-30h zu reduzieren bei vollem Lohnausgleich. Hier ist ein kurzer Galileo-Beitrag dazu.
Vgl. mehr Infos zur Gemeinwohl-Bilanz

Viele Newwork Unternehmen haben ihr eigenes Gehaltsmodell gefunden und passen es auch regelmäßig an. Kein Modell ist absolut fair und so wichtig eine konstruktive Auseinandersetzung ist, so wichtig ist auch die Konzentration aufs Kerngeschäft. Gerade dieses Thema kann viel Aufmerksamkeit in einer Organisation binden und daher ist es gut nach einer erfolgreichen Anfangsinitiative die Interationsschleifen nicht zu häufig zu machen.

Weitere Ressourcen/Literatur

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen